Erste lizenzierte kolonisten in der deutschen online-casino- und pokerwelt

Erste lizenzierte kolonisten in der deutschen online-casino- und pokerwelt

Deutschlands lang ersehnter und zerrissener Weg zu einer konsolidierten Glücksspielregulierung hat endlich ein Ende gefunden. 15 Online-Poker- und Wettseiten erhielten am 12. Oktober Lizenzen, darunter GVC Holdings und Bet365.

Seit 2018 stecken Casino-, Online-Poker- und Wettanbieter in einer ziemlich unklaren Lage der Funktionalität fest. Peter Beuth, Innenminister, machte die Ankündigung, diese turbulente Situation zu beenden.

Am 15. Oktober begann eine Übergangsfrist, was dazu führte, dass Unternehmen ohne Lizenz keine deutschen Kunden mehr bedienen durften.

Online-Poker-Seiten, die den ersten Schnitt noch verpassen

Phil Galfonds Online-Pokerseite Run It Once gab am Montag bekannt, dass sie vorübergehend inaktiv sein wird, bis sie eine Lizenz erhält.

Diese Pause könnte ein bis zwei Monate dauern, während sein Team daran arbeitet, die neuen regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Aufgrund der Anzahl der Anträge, die das Regierungspräsidium Darmstadt seit Januar erhalten hat, kann es sogar noch etwas länger dauern.

Run It Once muss noch warten, aber die folgenden Unternehmen sind lizenziert und bereit, Online-Poker, Slots und Sportwetten in Deutschland anzubieten.

  • Sportingbet
  • Admiral Sportwetten
  • Tipico
  • Ladbrokes
  • Bwin
  • Bet365
  • HPYBET
  • Cashpoint
  • WettArena.de
  • BetVictor
  • Tipbet
  • Jaxx
  • Gamebookers
  • Tipwin
  • Greenvest Betting

Deutschland entwirrt Glücksspielregeln

Deutschland war schon immer einer der Top-Online-Pokermärkte in ganz Europa. Es hat in den letzten Jahren einige der Größten des Spiels hervorgebracht, wie zum Beispiel Fedor Holz. Selbst mit einem klaren und starken Wunsch nach Wetten, war das regulatorische Umfeld bestenfalls zusammengesetzt.

In Deutschland gab es vor der Einführung des Glücksspielstaatsvertrag – GlüStV 2021 im Jahr 2008 keinen formalen Regulierungsrahmen. Dieses Gesetz schuf sofort ein föderales Lizenzierungssystem für Online-Glücksspiel, das alle 16 deutschen Bundesländer akzeptierten.

Der Staatsvertrag wurde 2011 aktiv und einige Bundesländer, insbesondere Schleswig-Holstein, trennten sich davon und schlugen ein eigenes Lizenzierungssystem vor. Dies gab 48 Betreibern, darunter auch PokerStars, das Recht, in Deutschland aktiv zu bleiben.

Der deutsche Gesetzgeber versuchte jedoch sein Bestes, um eine länderbasierte Glücksspielwirtschaft zu vermeiden und zu einem nationalen System zurückzukehren. In den Jahren 2012 und 2018 wurde versucht, ein bundesweites Regelwerk zu implementieren, was aber aufgrund regionaler Unstimmigkeiten nicht funktionierte. Im Frühjahr 2020 einigten sich schließlich alle 16 Bundesländer darauf, eine überarbeitete Fassung des Glücksspielstaatsvertrags zu unterzeichnen.

Schleswig-Holstein ist Teil der Vereinbarung. Dies bedeutet direkt, dass die derzeitigen Lizenzinhaber aktiv bleiben können, bis sie unter dem neuen Regulierungssystem autorisiert werden.